Übungsleiter für Rehasport und Funktionstraining werden
Rehasport darf nicht anleiten, wer will, sondern wer eine gültige Übungsleiter-Lizenz hat. Für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten ist das eine der wenigen Zusatzqualifikationen, die den eigenen Arbeitsalltag spürbar verändert — weg von der Einzelbehandlung im Takt, hin zur Gruppe.
Diese Beiträge sammeln, was dafür verlangt wird: Lizenzwege, Ausbildungsdauer, Verlängerungsfristen und die Frage, was die Qualifikation am Ende einbringt.
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Übungsleiter-Lizenz verlängern: Fristen, Fortbildung und was bei Ablauf passiert
Die B-Lizenz Sport in der Rehabilitation gilt vier Jahre, im Profil Innere Medizin zwei; verlängert wird sie mit 15 Lerneinheiten innerhalb der Gültigkeit. Der Artikel zeigt anhand der DBS-Richtlinien mit Stand 1. Januar 2025, welche Fortbildungen zählen und nach welchen Fristen eine abgelaufene Lizenz noch reaktiviert werden kann.
Lesen VergütungWas Rehasport-Übungsleiter verdienen – und woraus sich die Vergütung zusammensetzt
Für Rehasport-Übungsleiterinnen und -Übungsleiter existiert kein Tarifvertrag und keine bundesweit veröffentlichte Vergütungstabelle. Der Beitrag zeigt deshalb die Rechenkette dahinter: was Träger je Teilnehmer und Übungseinheit erhalten, welche Kosten aus derselben Summe gedeckt werden und unter welchen Voraussetzungen die Übungsleiterpauschale nach § 3 Nummer 26 EStG anwendbar ist.
Lesen Lizenz & AusbildungRehasport-Übungsleiter werden: Lizenzwege, Dauer und Voraussetzungen
Der Artikel führt durch die beiden Lizenzstufen des DBS, die sechs Profile der Übungsleiter-B-Lizenz „Sport in der Rehabilitation" und deren Stundenumfang. Er zeigt außerdem, welche Vorqualifikation die BAR anrechnet – und dass für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten ein deutlich kürzerer Weg über Sonderlehrgänge vorgesehen ist.
Lesen Lizenz & AusbildungFunktionstraining anleiten: welche Qualifikation verlangt wird
Der Artikel trennt die Anforderungen an die Leitung von Funktionstrainingsgruppen von denen an Rehasport-Übungsleiterinnen und -Übungsleiter und zeigt, welche Grundqualifikationen die BAR seit dem 1. August 2024 anerkennt. Er beziffert den Umfang der Zusatzausbildung, ordnet die Übergangsfrist bis 30. Juni 2026 ein und erklärt den Bestandsschutz für bereits tätige Leitungen.
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Alle Fragen zu Übungsleiter auf einen Blick
Die Antworten stammen aus den Beiträgen dieses Themas und tragen dort ihre Quelle.
Wie lange ist die Übungsleiter-B-Lizenz Sport in der Rehabilitation gültig?
Vier Jahre – ausgenommen das Profil Innere Medizin, das zwei Jahre gilt. Das steht in Ziffer 11.3.2.2 der Richtlinien für die Ausbildung im Deutschen Behindertensportverband mit Stand 1. Januar 2025. Die Profile Orthopädie, Sensorik, Neurologie, Psychiatrie sowie Geistige Behinderung und Intellektuelle Beeinträchtigung liegen alle bei vier Jahren. Die Gültigkeit beginnt mit dem Ausstellungsdatum der Lizenz, und die Ausbildung gilt als abgeschlossen, sobald alle erforderlichen Dokumente bei der lizenzierenden Stelle eingegangen sind.
Wie viele Lerneinheiten braucht die Verlängerung der Rehasport-Übungsleiterlizenz?
Mindestens 15 Lerneinheiten à 45 Minuten, absolviert innerhalb des laufenden Gültigkeitszeitraums (Ziffer 12.6 der DBS-Richtlinien). Davon dürfen höchstens 8 Lerneinheiten online stattfinden, der Rest muss in Präsenz erbracht werden. Anerkannt wird auch die Ausbildung in mindestens einem weiteren Profilblock. Die Fortbildung muss in der höchsten erlangten Lizenzstufe erfolgen; darunterliegende Stufen verlängern sich automatisch mit.
Was passiert, wenn die Übungsleiter-Lizenz abgelaufen ist?
Sie verliert ihre Gültigkeit, sobald der Gültigkeitszeitraum ohne ausreichende Fortbildung endet – eine Nachfrist, in der sie noch weitergilt, gibt es nicht (Ziffer 12.7 der DBS-Richtlinien). Reaktivieren lässt sie sich im ersten Jahr nach Ablauf mit 15 Lerneinheiten, im zweiten und dritten Jahr mit 30 Lerneinheiten. Die neue Gültigkeit wird dabei ab dem letzten Gültigkeitstag gerechnet, nicht ab dem Tag der Fortbildung: Die verstrichene Zeit ist verloren.
Muss man nach Ablauf der Lizenz die komplette Ausbildung wiederholen?
Erst bei einer Überschreitung von mehr als drei Jahren, im Profil Innere Medizin von mehr als zwei Jahren. Und auch dann verlangen die DBS-Richtlinien in Ziffer 12.8.3 nicht die gesamte Ausbildung, sondern den Nachweis des verkürzten Grundlagenblockes sowie des Profilblockes; damit kann eine neue Lizenz beantragt werden. Mehrere Landesverbände fassen diesen Fall auf ihren Seiten verkürzt als „komplette Ausbildung“ zusammen – was konkret verlangt wird, entscheidet die zuständige Stelle.
Welche Fortbildungen werden für die Lizenzverlängerung anerkannt?
Alle Fortbildungsmaßnahmen, die der DBS, seine Landes- und Fachverbände oder die DBS-Akademie ausschreiben, werden für die Verlängerung bundesweit anerkannt (Ziffer 12.6). Für Angebote außerhalb der DBS-Strukturen liegt die Anerkennung beim verantwortlichen Träger oder der beauftragten Stelle, und sie sind vorab genehmigen zu lassen (Ziffer 12.5). Einzelne Landesverbände setzen zusätzliche Quoten, etwa eine hälftige Obergrenze für Lehrgänge von Sportbünden und Turnverbänden.
Gilt die Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2026 auch für Übungsleiterinnen und Übungsleiter im Rehasport?
Nein. Diese Übergangsfrist betrifft ausschließlich die Leitung des Funktionstrainings: Die dafür auf BAR-Ebene festgelegten Qualifikationsanforderungen sind am 1. August 2024 in Kraft getreten. Das BAR-Dokument selbst sieht dafür zwölf Monate Übergang vor; die Verlängerung bis zum 30. Juni 2026 mit verbindlicher Anwendung seit dem 1. Juli 2026 ist eine gemeinsame Festlegung der Rehabilitationsträger und beim vdek veröffentlicht. Für den Rehabilitationssport gelten die Qualifikationsanforderungen Übungsleiter/-in Rehabilitationssport bereits seit dem 1. Januar 2020. Am Verlängerungsrhythmus der Lizenz ändert der Juni-2026-Termin nichts.
Was verdient ein Rehasport-Übungsleiter?
Eine bundesweit gültige Zahl gibt es nicht. Ziffer 16.1 der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining (Fassung Januar 2022) überlässt die Vergütung Verträgen zwischen den Bundes- und Landesorganisationen der Gruppenträger und den Rehabilitationsträgern; die Sätze können pauschaliert werden und unterscheiden sich je Kostenträger und Region. Hinzu kommt, dass die Vergütung an den Träger der Gruppe fließt, nicht an die anleitende Person: Was davon als Gehalt oder Honorar weitergegeben wird, ist eine zweite, nirgends veröffentlichte Vereinbarung. Wer eine bundesweite Gehaltsspanne nennt, kann sie nicht belegen.
Was zahlt die Krankenkasse je Teilnehmer und Übungseinheit für Rehasport?
Für die gesetzlichen Krankenkassen ist kein Vergütungssatz veröffentlicht – er wird vertraglich zwischen Trägern und Kassen geregelt. Vollständig veröffentlicht sind allein die Sätze der Deutschen Rentenversicherung Bund. Sie zahlt ab 1. Januar 2026 je Übungsveranstaltung und teilnehmendem anspruchsberechtigtem Versicherten 7,24 Euro im allgemeinen Rehabilitationssport, 9,71 Euro im Wasser, 10,74 Euro für Kinder und 11,27 Euro im Herzsport (Stand Juli 2026). Diese Beträge gelten ausschließlich für Leistungen der Rentenversicherung und sind kein Maßstab für die Krankenkassen.
Wie hoch ist die Übungsleiterpauschale 2026?
Der Freibetrag nach § 3 Nummer 26 EStG beträgt ab 2026 3.300 Euro im Jahr; bis einschließlich 2025 waren es 3.000 Euro. Angehoben wurde er durch das Steueränderungsgesetz 2025 zum 1. Januar 2026, ebenso die Ehrenamtspauschale nach § 3 Nummer 26a EStG von 840 auf 960 Euro. Der Betrag ist ein Steuerfreibetrag, keine Vergütung: Er sagt nichts darüber, was gezahlt wird, sondern nur, welcher Teil der Einnahmen steuerfrei bleibt.
Gilt die Übungsleiterpauschale auch bei einer Physiotherapiepraxis?
Nein. § 3 Nummer 26 EStG setzt voraus, dass die Tätigkeit im Dienst oder Auftrag einer juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer nach § 5 Absatz 1 Nummer 9 KStG steuerbefreiten, also gemeinnützigen Einrichtung ausgeübt wird – etwa eines Sportvereins. Eine privatwirtschaftlich geführte Praxis oder ein gewerbliches Reha-Zentrum erfüllt keine der beiden Voraussetzungen. Dort ist der Freibetrag nicht anwendbar, unabhängig davon, wie gering der Stundenumfang ist.
Was bedeutet nebenberuflich bei der Übungsleiterpauschale?
Nebenberuflich ist eine Tätigkeit, die bezogen auf das Kalenderjahr nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollzeiterwerbs beansprucht. Die Finanzverwaltung sieht die Grenze pauschalierend bei einer regelmäßigen Wochenarbeitszeit von 14 Stunden als erfüllt an, das ist ein Drittel von 42 Stunden. Eine höhere tarifliche Arbeitszeit darf im Einzelfall nachgewiesen werden. Eine befristet ausgeübte hauptberufliche Tätigkeit gilt nicht als nebenberuflich.
Wie viele Teilnehmende darf eine Rehasportgruppe haben?
Nach Ziffer 9.1 der Rahmenvereinbarung sind es grundsätzlich höchstens 15 Teilnehmende je Übungsleiterin oder Übungsleiter. Abweichungen sind geregelt: zwölf bei Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins, höchstens 20 in Herzgruppen nach Bestimmung der Herzgruppenärztin oder des Herzgruppenarztes, zwölf in Herzinsuffizienzgruppen, in Kindergruppen sollen es zehn nicht übersteigen. Eine Übungsveranstaltung soll mindestens 45 Minuten dauern, in Herzgruppen mindestens 60 Minuten.
Wie wird man Rehasport-Übungsleiter?
Über eine Lizenz, die als besonderer Qualifikationsnachweis im Sinne der BAR-Rahmenvereinbarung anerkannt ist. Der übliche Weg führt über den Deutschen Behindertensportverband: zuerst die Übungsleiter-C-Lizenz Breitensport für Menschen mit Behinderung, darauf aufbauend die Übungsleiter-B-Lizenz „Sport in der Rehabilitation" mit einem der sechs Profile Orthopädie, Innere Medizin, Sensorik, Neurologie, Geistige Behinderung oder Psychiatrie. Ob eine bereits vorhandene Ausbildung angerechnet wird, entscheidet die anerkennende Stelle anhand der Qualifikationsanforderungen Übungsleiter/-in Rehabilitationssport der BAR vom 1. Januar 2020.
Wie lange dauert die Rehasport-Übungsleiter-Ausbildung?
Gemessen wird in Lerneinheiten zu 45 Minuten. Nach den Ausbildungsrichtlinien des DBS vom 1. Januar 2025 umfasst die erste Lizenzstufe 120 Lerneinheiten, aufgeteilt auf Block 10 mit 86 und Block 20 mit 34 Lerneinheiten. Der darauf aufbauende Profilblock der zweiten Stufe umfasst 72 Lerneinheiten, im Profil Innere Medizin 102. Die gesamte Ausbildungsmaßnahme für eine Lizenz muss grundsätzlich innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein.
Können Physiotherapeuten die Rehasport-Übungsleiter-Lizenz verkürzt machen?
Ja, für vier Bereiche. Die Qualifikationsanforderungen der BAR stufen den Beruf Physiotherapeut/-in in Orthopädie, Innerer Medizin, Herzgruppen und Neurologie als „N*" ein: Die Anerkennung ist unter erleichterten Voraussetzungen möglich, wenn Sonderlehrgänge für die Grundlagen mit mindestens 36 Lerneinheiten und für den jeweiligen Bereich absolviert wurden – mindestens 16 Lerneinheiten für Orthopädie, 24 für Innere Medizin, 36 für Herzgruppen und 16 für Neurologie. Für Sensorik, geistige Behinderung und Psychiatrie sieht die Tabelle keinen erleichterten Weg vor. Wer zusätzlich einen akademischen Abschluss hat, wird nach den Regeln für akademische Abschlüsse beurteilt.
Kann man die Rehasport-Übungsleiter-Ausbildung online machen?
Nicht vollständig. Die DBS-Ausbildungsrichtlinien erlauben Blended Learning, schreiben aber je Block einen Mindestanteil in Präsenz vor: 51 von 86 Lerneinheiten in Block 10, 46 von 72 im Profil Orthopädie und 62 von 102 im Profil Innere Medizin. Pro Tag dürfen höchstens 12 Lerneinheiten in Präsenz und höchstens 8 Lerneinheiten als Online-Live-Seminar unterrichtet werden. Auch die Erste-Hilfe-Ausbildung mit mindestens 9 Lerneinheiten muss in Präsenz stattfinden.
Welche Voraussetzungen braucht man für die Rehasport-Übungsleiter-Lizenz?
Für die Zulassung zur zweiten Lizenzstufe verlangt der DBS ein Mindestalter von 18 Jahren und eine gültige Übungsleiter-C-Lizenz Breitensport für Menschen mit Behinderung. Für die Ausstellung der Lizenz kommen hinzu: die Teilnahmebescheinigung der besuchten Ausbildungsmaßnahmen, ein Erste-Hilfe-Nachweis über mindestens 9 Lerneinheiten in Präsenz, der zum Zeitpunkt der Lizenzierung nicht älter als zwei Jahre ist, der unterzeichnete Ehrenkodex des DBS sowie ein Nachweis über Mitgliedschaft oder Tätigkeit in einem Mitgliedsverein innerhalb des DBS.
Wie lange gilt die Rehasport-Übungsleiter-Lizenz?
Vier Jahre in den Profilen Orthopädie, Sensorik, Neurologie, Geistige Behinderung und Psychiatrie, zwei Jahre im Profil Innere Medizin. Die Frist läuft ab dem Abschluss der Ausbildung. Für die von den anerkennenden Stellen ausgestellten Bescheinigungen gilt dieselbe Staffelung: zwei Jahre bei Herzgruppenleitungen, sonst vier Jahre. Zur Aufrechterhaltung sind in diesem Zeitraum Fortbildungen im Umfang von 15 Lerneinheiten nachzuweisen.
Welche Voraussetzungen braucht man, um Funktionstraining zu leiten?
Zwei Nachweise. Erstens eine Grundqualifikation nach Ziffer 13.1 oder 13.2 der BAR-Rahmenvereinbarung – vor allem Physiotherapie und Ergotherapie, daneben vergleichbare therapeutische Ausbildungen und Qualifikationen zur Leitung von Rehabilitationssportgruppen im Bereich Orthopädie. Zweitens eine von den Rehabilitationsträgern anerkannte Zusatzausbildung für das Funktionstraining nach Ziffer 13.4. Welche Abschlüsse anerkannt sind und wie umfangreich die Zusatzausbildung sein muss, regeln die Qualifikationsanforderungen Leitung Funktionstraining der BAR vom 1. August 2024.
Brauchen Physiotherapeuten eine Übungsleiterlizenz für Funktionstraining?
Nein. Die Berufsausbildung Physiotherapeutin oder Physiotherapeut ist in der BAR-Übersicht vom 1. August 2024 selbst als Grundqualifikation gelistet, ebenso der Bachelor Physiotherapie mit staatlicher Berufsanerkennung. Verlangt wird darauf nur die Zusatzausbildung im Umfang von mindestens 15 Lerneinheiten. Eine Übungsleiter-B-Lizenz des DBS oder DOSB ist dafür nicht erforderlich – anders als im Rehabilitationssport, wo dieselbe Berufsausbildung ohne Sonderlehrgänge nicht ausreicht.
Wie viele Lerneinheiten umfasst die Zusatzausbildung Funktionstraining?
Mindestens 15 Lerneinheiten für den Basis-Lehrgang, den jede Funktionstrainingsgruppenleitung braucht. Grundqualifikationen mit höherem Zusatzausbildungsbedarf müssen insgesamt 30 Lerneinheiten nachweisen, also den Basis-Lehrgang und 15 weitere Lerneinheiten. Der Basis-Lehrgang enthält 6 Lerneinheiten Praxis zu Trocken- und Wassergymnastik, die ausschließlich in Präsenz stattfinden dürfen. Die Ausgestaltung der 15 zusätzlichen Lerneinheiten liegt bei den anerkennenden Stellen.
Bis wann lief die Übergangsfrist für die Leitung von Funktionstraining?
Die Qualifikationsanforderungen der BAR sind am 1. August 2024 in Kraft getreten und sahen eine Übergangsfrist von zwölf Monaten vor, also bis zum 1. August 2025. Die Rehabilitationsträger haben diese Frist trägerübergreifend bis zum 30. Juni 2026 verlängert; verbindlich anzuwenden sind die Anforderungen seit dem 1. Juli 2026. Für Rehasport-Übungsleiterinnen und -Übungsleiter gilt diese Frist nicht – deren Anforderungen gelten seit dem 1. Januar 2020.
Wie lange gilt die Qualifikation zur Leitung von Funktionstrainingsgruppen?
Die im Rahmen der Anerkennung ausgestellten Bescheinigungen sind auf vier Jahre befristet. Innerhalb dieser vier Jahre sind fachbezogene Fortbildungen im Umfang von mindestens 10 Lerneinheiten nachzuweisen. Im Rehabilitationssport gilt dieselbe Vier-Jahres-Frist, dort allerdings mit 15 Lerneinheiten Fortbildung und mit einer verkürzten Frist von zwei Jahren für Herzgruppenleitungen.
Dürfen Sportwissenschaftler oder Übungsleiter Funktionstraining leiten?
Ja, mit unterschiedlichem Zusatzaufwand. Diplom-Sportwissenschaftlerinnen und -Sportwissenschaftler sowie Master der Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Prävention oder Rehabilitation stehen mit mindestens 15 Lerneinheiten in der Übersicht. Der Bachelor Sportwissenschaft, Diplomsportlehrkräfte und Sportlehrkräfte mit zweitem Staatsexamen benötigen 30 Lerneinheiten und werden im Einzelfall anhand ihres Curriculums geprüft. Für die Übungsleiter-B-Lizenz „Sport in der Rehabilitation“ mit Profil Orthopädie sowie für die Profile Rheuma, Osteoporose und Wirbelsäulenerkrankungen sind ebenfalls 30 Lerneinheiten vorgesehen.
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